Reaktormap Simulationsprofil

Greifswald / Lubmin (KKW Nord) (Deutschland)

Greifswald / Lubmin (KKW Nord) in Deutschland: Rueckgebaut, 2.200 MW Nettoleistung und 5 Einheiten im kompakten Überblick. Eine Simulation der Geschichte des Baus von Reaktoranlagen.

Standort auf der Karte

Lage des Kernkraftwerks Greifswald / Lubmin (KKW Nord) in Deutschland (54.138°N, 13.671°O)

Zentrale Kenndaten

StatusRueckgebaut
Leistung2.200 MW netto
Einheiten5
TypWWER-440/230 + WWER-440/213
Baubeginn1969
Inbetriebnahme1974
Laufzeit / Abschaltung1990
BetreiberVEB KKW 'Bruno Leuschner' / EWN GmbH
Standort-IDDE-GRW
HinweisGrößtes KKW der DDR (offiziell: KKW Greifswald, Standort Lubmin). 5 Blöcke WWER-440 in Betrieb: Blöcke 1–4 (V-230, je 440 MWe) 1973–1979 in Betrieb, alle 1990 nach der Wende abgeschaltet. Block 5 (V-213): partielle Kernschmelze im November 1989 durch defekte Ventile (Ursache: mangelhafte Fertigung), nie wieder in Betrieb genommen. Blöcke 6–8 fertiggestellt bzw. im Bau, nie in Betrieb gegangen, da von BMU 1991 gestoppt. 235 unverbrauchte Brennelemente 1996 an KKW Paks (Ungarn) verkauft. Brand-Störfall 1975 (INES 3): Kurzschluss zerstörte 5 von 6 Kühlmittelpumpen – Beinahe-GAU, erst 1989 öffentlich bekannt. Rückbau durch EWN GmbH (100% Bundeseigentum) seit 1995; Planungen reichen bis ~2090, Kosten bisher >4 Mrd. €. Zwischenlager Nord (ZLN) auf dem Gelände für hochradioaktive Abfälle aus ganz Deutschland.

Einheiten und Bloecke

NameStatusTypModellMWeBauNetzKommerziellAus
Greifswald-1StillgelegtPWRVVER V-2304401970197319741990
Greifswald-2StillgelegtPWRVVER V-2304081970197419751990
Greifswald-3StillgelegtPWRVVER V-2304081972197719781990
Greifswald-4StillgelegtPWRVVER V-2304081972197919791990
Greifswald-5StillgelegtPWRVVER V-2134081976198919891989